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Unter den Linden
Einst errichtet als Allé zwischen Lust- und Tiergarten war der
Prachtboulevard Unter den Linden ein Magnet für alle Besucher
Berlins. An der Friedrichstraße, dem Kranzler-Eck und gegenüber
davon, befanden sich die Cafés Victoria, Kranzler und Bauer und für
Fremde war dies damals die bekannteste Stelle von Berlin. Der Kaiser
zeigte sich auch oft auf »den Linden«, nämlich immer, wenn er sich
vom Berliner Schloss zum Ausritt in den Tiergarten begab. Zur Freude
der Touristen: »Berlin jewesen, Kaiser jesehen!«
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Im Zweiten Weltkrieg wurde Unter den Linden fast
völlig zerstört, aber wieder auferbaut. Allerdings mit markanten
Ausnahmen. Das Kranzler-Eck war weg und befand sich nun am Ku'damm
(dort hatte es schon seit den 1930igern eine Café-Filiale gegeben).
Und blickte man ostwärts, sah man das Rote Rathaus (links), denn das
Schloss war auch weg. Es war von den Kommunisten gesprengt worden.
Später baute man das (erste) Lindencorso mit dem Café Havanna an der
Ecke Friedrichstraße - und den Palast der Republik am Schlossplatz.
Diese Gebäude verschwanden aber nach der Wende. 2010 kam der
Bundestagsbeschluss für ein neues Berliner Stadtschloss an alter
Stelle.
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Nach dem Bau der Mauer war Unter den Linden nicht
mehr (wie davor seit Jahrhunderten) ein Weg vom Lust- zum Tiergarten
gewesen, sondern ein Weg zum Ende der DDR in Ost-Berlin. Am Abschluss
der Straße in Richtung Westen war die Absperrung vor dem
verschwundenen Pariser Platz, dann kamen Todeszone, Brandenburger
Tor, Berliner Mauer - und schließlich das unerreichbare West-Berlin.
Zumindest, wenn man im Osten der zweigeteilten Welt lebte. Nach der
Wende gehörten der Pariser Platz und Teile von »den Linden« zum
größten Bauplatz von Europa, wie man Berlin damals nannte. Danach
glänzte Unter den Linden wieder in alter Pracht im Herzen der dt.
Hauptstadt.
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Spannende Geschichte als unterhaltsame
Story
»Berlin Mitte und die Welt - wie sie einmal war« mit
über
750 reich betexteten Bildern
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